“Was genau machst du denn da mit deinem Quod.X®!?” fragte mich der Bönener Organisationsentwickler und Coach Adrian Joel Schmidt bei unserer letzten Begegnung Anfang Mai. “Das selbe wie du – allerdings mit Unterstützung von Software und daher skalierbar”.
Die Umsetzung eines Pilotprojekts zum praktischen Kennen lernen des Ansatzes war eine Frage von Stunden – hier sein Erfahrungsbericht nach einer 3wöchigen Testphase:
Was ist Quod.X®?
„Wissen was ist! Klarheit durch Reflexion.“ Diese Leitsprüche von Quod.X® haben mich neugierig darauf gemacht, mir diese Idee näher anzuschauen. Zu diesem Zweck hat mich Michael Defranceschi, der Entwickler und Inhaber des Verfahrens in seine Karten schauen lassen. Nachfolgend werde ich erläutern, was ich glaube, dass Quod.X® ausmacht und meine ersten Erfahrungen damit beschreiben.
Zusammenfassung des Konzepts
Quod.X® ist primär ein softwaregestützter Beratungsansatz, der intra-, interpersonelle und transpersonale Prozesse abbildet und Organisationen, Teams und einzelnen Personen dabei hilft, leistungsfähiger zu werden. Einfacher gesagt: Quod.X® hilft Dinge zu sehen und zu verstehen, die in oder zwischen Menschen passieren und deren Leistungsfähigkeit unterstützen oder blockieren können.
Das wird erreicht, indem unbewusste Abläufe und Denkweisen bewusst gemacht und kommuniziert werden.
Die Bedienung ist einfach, die Auswertungsmöglichkeiten sind vielfältig. So können unter anderem mittels Kennzahlen qualitative Prozesse in sieben Kompetenzfeldern abgebildet werden. Diese sieben Kompetenzfelder sind miteinander verknüpft und stehen zueinander in Beziehung.
Die Tagesreflexion
Dreh- und Angelpunkt von Quod.X® ist die virtuelle Tagesreflexion, die zur Bewertung von Ereignissen des Tages einlädt. Eingetragen werden konkrete, persönlich als relevant empfundene Erfahrungen, damit verbundene Werthaltungen, eine persönliche Einschätzung über die Zufriedenheit mit dem Erlebten und eine Zuordnung zu einem individuellen Set an Themen oder Prozessen. Die Erfahrung ist frei einzutragen und dient zusätzlich der Psychohygiene oder anders gesagt dazu, den „Kopf frei zu bekommen.“ Unter Werthaltungen werden hier der Situation zugrunde liegende Qualitäten verstanden, wie z.B. Kommunikation oder Kooperation. Zusätzlich zu den schon verfügbaren Werten gibt es die Möglichkeit, die Wertedatenbank durch eigene Angaben zu vervollständigen.
Der Grad der Umsetzung erstreckt sich von „angemessen“, über „Erfolgserlebnis“, bis hin zu „zu wenig“ und „zu viel.“ Die Umsetzungsgrade bilden dabei ab, wie sehr die Situation in Bewegung ist oder aber stagniert. Eine Zeit des Umbruchs mag beispielsweise viele Erfolgserlebnisse aufweisen, während routiniertere Erfahrungen wohl eher eine Bewertung als „angemessen“ bekommen.
Thematisch habe ich mich zu einer Einordnung in 9 Bereichen entschieden. Diese neun Bereiche sind in meinem Fall: Beruf (aktuelle Position), berufliche (Neu-)Orientierung, berufliche Aus- und Weiterbildung, persönliche Weiterbildung, Freizeit / Persönliches, Familie / Verwandtschaft, Partnerschaft / Kinder, Freunde / Kontakte und der Bereich Sonstiges. So ist es möglich, abzubilden, wo der momentane Fokus liegt. Gerade in Bezug auf eine mögliche „Work-Life-Balance“ sicherlich ein gutes Frühwarnsystem, zeigt es doch sich anbahnende Schieflagen frühzeitig an. Zu Beginn des Prozesses sind diese Kategorien frei definierbar. So wird ein Großunternehmen vielleicht weniger an der spezifischen Work-Life- Balance der Mitarbeiter interessiert sein, sondern an deren Leistungsfähigkeit in Bezug auf zentrale Prozesse oder Abteilungen.
Auswertung
Die Auswertung erfolgt automatisch und in Echtzeit. Zu diesem Zweck gibt es die Möglichkeit, die Daten kumuliert (sämtliche Werte) oder aufgeschlüsselt (Ausschnitte) anzeigen zu lassen. Hierbei ist der Nutzer nicht von einem Berater abhängig, sondern kann das Werkzeug nach einer Instruktionen selbständig nutzen. Geht es anfangs noch um das gemeinsame Arbeiten mit den Ergebnissen, ist das mittel- bis langfristige Ziel die Ermächtigung statt Bevormundung. Um es mit Michaels österreichischem Charme auszudrücken: „Es ist immer wieder fantastisch für mich zu hören, wenn die Kunden sagen: „Potzblitz, das hat mich aufgeweckt. Aber letztlich habe ich niemanden mehr gebraucht.“
Die Theorie hinter Quod.X
Quod.X® gründet auf drei Säulen:
- Auf der Methodik der empirischen Sozialforschung.
- Auf dem aktionsforscherischen Zugang zum Untersuchungsfeld.
- Auf dem selbstreflexiven Ansatz.
Diese wissenschaftliche Herangehensweise schafft einen quantitativen Zugang zu qualitativen Erfahrungen und individuellen Zugängen zur Wirklichkeit. Durch die faktenbasierte Spiegelung lassen sich Dinge betrachten, deren Emotionalität vorher vielleicht keine nüchterne Betrachtung zuließ.
Erfahrungen mit Quod.X®
Da ich persönlich immer zuerst alles gerne verstehe, sah ich mich zu Beginn einer Vielzahl an umfangreichen Details gegenüber, mit denen ich mich zuerst auseinandersetzen musste, bevor sie mir zugänglich waren. Nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass sich Quod.X® einfach bedienen und gut anwenden lässt. Nun ist es in meinem Fall so, dass ich schon jahrelang eine intensive selbstreflexive Praxis ausübe. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so war es für mich etwas befremdlich, dafür eine Software zu nutzen. Vor allem auch deshalb, weil ich normalerweise die handschriftliche Aufzeichnung bevorzuge. Diese hat allerdings den Nachteil, dass sich, anders als bei Quod.X®, keine Auswertungen mit nützlichen Übersichtgrafiken fahren lassen. Ich glaube allerdings, dass es in diesem Bereich ungeübteren Menschen hilft, durch die vorgegebene Struktur einen einfachen Zugang zu bekommen.
Als Coach und Organisationsentwickler möchte ich noch ergänzen, dass ich die Methodik und die Anwendungsvielfalt beeindruckend finde.
Fragen und Antworten aus der Anwenderperspektive
1. Was ist Quod.X®?
Eine Softwarelösung, die selbstreflexesive Prozesse unterstützt und deutlich erleichtert.
2. Warum soll ich Quod.X® ausprobieren?
Weil es eine gute Chance bietet Klarheit in Bereiche zu bringen, die bisher gar nicht bewusst zugänglich waren. Es hilft „blinde Flecken“ zu sehen.
3. Was bringt mir Quod.X®?
Klarheit und Handlungsfähigkeit, denn ohne die erforderliche Klarheit ist es kaum möglich, sinnvolle und zielführende Entscheidungen zu treffen.
4. Für wen ist Quod.X® ungeeignet?
Für Menschen und Firmen, die sich nicht ihren verborgenen Wahrheiten stellen wollen.
5. Wie kann die Zukunft mit Quod.X® aussehen?
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Externe Hilfe ist nur bis zu einem bestimmten Projektzeitpunkt erforderlich. Danach kann der Einzelne und /oder das Unternehmen selbstständig und gestärkt den Weg der Reflexion mit Quod.X® weiter gehen.
Qualitätsoptimierung bedarf ständiger Wachsamkeit. Dazu ist es immer gut aufmerksam zu schauen, um zu wissen, was ist.
Adrian Joel Schmidt,
Geschäftsführer COR-E Coaching und OE
Fon: +49 2383 – 91 25 300
Fax: +49 2383 – 91 25 301
Marktplatz 11, 59199 Bönen
Eine eMail schreiben


